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Geschrieben on 20. August 1999 von Ratgeber

aus Kapitel 1: „Konflikte mit Patienten“

Recht in der PraxisDas Ausfallhonorar

Erscheinen Patienten nicht zum vereinbarten Termin in der Praxis, haben Ärzte Anspruch auf ein Ausfallhonorar. Dies sollten sie im Vorfeld jedoch mit den Patienten vereinbaren. Problematisch ist ein vorgedrucktes Anmeldeformular. Es unterliegt den Regelungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Unwirksam wird eine Vereinbarung über ein Ausfallhonorar, wenn darin die Rechte der Patienten nicht genug berücksichtigt werden. Das ist schon der Fall, wenn ein Zusatz über unverschuldetes Nichterscheinen fehlt. Ist darin ausschließlich geregelt, dass bei Nichterscheinen ein Ausfallhonorar fällig wird, ist die Vereinbarung ungültig. Patienten müssen nur zahlen, wenn sie selbst verschuldet dem Termin fernbleiben. Weisen Sie jedoch darauf hin, dass nur bei verschuldetem Nichterscheinen ein Ausfallhonorar fällig wird, werden Sie stets dieselben Ausreden hören von Autounfällen oder Krankenhauseinlieferungen der Kinder.

Tipp: Lassen Sie den Zusatz über unverschuldetes Nichterscheinen im Praxisalltag weg. Damit können Sie zwar Ihre Ansprüche nicht vor Gericht durchsetzen, Sie erhöhen aber deutlich die Chancen, dass Patienten das Ausfallhonorar direkt bezahlen. Geringere Streitwerte sind den Aufwand eines Gerichtsverfahrens ohnehin nicht wert. Bei Terminen, die planungs- und kostenintensiv sind, wie beispielsweise Operationen, sollten Sie gesonderte Vereinbarungen dazu unterschreiben lassen, dass ein Ausfallhonorar fällig wird, mit dem Zusatz „es sei denn, das Nichterscheinen ist unverschuldet.“

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aus Kapitel 3: „Konflikte mit Dienstleistern und Lieferanten“

Die Gewährleistung: Dafür haftet der Lieferant

Erhalten Sie eine mangelhafte Ware oder Leistung, können Sie Ansprüche geltend machen, die sich aus der Gewährleistungspflicht (auch „Mängelhaftung“ bzw. „Mängelbürgschaft“) Ihrer Vertragspartner ergeben: Sie dürfen in diesem Fall Nacherfüllung, Minderung oder Schadensersatz verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.

Die Ansprüche bestehen nur gegenüber den direkten Vertragspartnern, also bei Kaufverträgen den Verkäufern, nicht den Herstellern eines Produktes. Sie verjähren i. d. R. nach zwei Jahren.

Was gilt als Mangel?

Bei Mängeln unterscheidet man Sachmängel und Rechtsmängel:

• Sachmängel

Die Sache besitzt nicht die vereinbarte Beschaffenheit (z. B. ein anderes Produkt als das bestellte wird geliefert), eignet sich nicht für die im Vertrag vorgesehene Verwendung, erfüllt begründete Erwartungen aus der Werbung nicht oder wird in zu geringer Menge geliefert. Auch eine unsachgemäße Montage oder – bei Selbstmontage – eine mangelhafte Montageanleitung sind Sachmängel.

• Rechtsmängel

Dritte können in Bezug auf die Sache Rechte gegen den Käufer geltend machen (z. B. ein Grundstück ist mit einer Grundschuld belastet, eine von einer Agentur erstellte Website verletzt Urheberrechte usw.).

Haben Sie einen Mangel gefunden, prüfen Sie zunächst sorgfältig, ob dieser wirklich auf das Verschulden des Vertragspartners zurückgeht: Dieser kann nicht für Mängel haftbar gemacht werden, die durch natürlichen Verschleiß, Abnutzung oder unsachgemäßen Gebrauch verursacht wurden.

Die Garantie ist nicht mit der Gewährleistung zu verwechseln. Der Unterschied ist die Freiwilligkeit: Während Lieferanten oder Dienstleister zur Gewährleistung gesetzlich verpflichtet sind, ist ein Garantieversprechen immer freiwillig. Die Gewährleistung gilt überdies nur dann, wenn der Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe der Sache bereits vorliegt. Bei der Garantie hingegen können Sie Rechte für alle Mängel geltend machen, die innerhalb einer festgelegten Garantiezeit auftreten.

Checkliste: richtiges Reklamieren

• Reklamieren Sie Mängel so schnell wie möglich.

• Um hinterher einen Beweis in den Händen zu halten, versenden Sie die Reklamation per Einschreiben mit Rückbrief.

• Beschreiben Sie den gefundenen Mangel detailliert.

• Fordern Sie Ihren Vertragspartner ausdrücklich zur Nacherfüllung auf. Teilen Sie bei einem Kaufvertrag deutlich mit, ob Sie die Reparatur der Sache oder ihren Ersatz durch eine neue Lieferung wünschen.

• Setzen Sie eine für den jeweiligen Fall angemessene Frist.

• Sie können zusätzlich darstellen, welche Ansprüche sich für Sie ergeben, wenn der Mangel nicht beseitigt wird.

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Geschrieben on 20. August 1999 von Ratgeber

Kreatin

Kreatin ist eine körpereigene Substanz, die hauptsächlich in der Muskulatur vorkommt. Es handelt sich dabei um ein so genanntes Amin, das wir Menschen vor allem durch Tierprodukte wie Fleisch, Käse und Eier aufnehmen.

Unsere Muskelzellen können sehr viel Kreatin speichern und lagern dabei gleichzeitig zusätzliches Wasser ein. Sie gewinnen somit an Größe und Volumen, weshalb viele Leistungssportler Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Sie erreichen damit einen Kraftzuwachs von 20 bis 30 % innerhalb von wenigen Wochen und können die Dauer, in der ein Muskel belastet werden kann, erheblich steigern.

Dass Kreatin ein hilfreicher Nährstoff für Sportler ist, ist schon lange bekannt. In den siebziger und achtziger Jahren versuchten vor allem Gewichtheber, mit Hilfe der „Fleischmast“ ihre Kreatinspeicher zu erhöhen und so die Leistung zu steigern. Diese Mastkuren führten jedoch zu einer Erhöhung der Harnsäure und damit häufig zu gesundheitlichen Problemen. Auf der Suche nach sinnvollen Alternativen wurden 1990/91 erstmals Versuche mit synthetischen Kreatinformen durchgeführt. Dabei konnten mit der Gabe eines Kreatinmonohydrats erhebliche Kraft- und Muskelzuwächse verzeichnet werden. Ein Jahr später sorgte Kreatin auch öffentlich für Schlagzeilen, als Linford Christie, Olympia-Sieger von Barcelona im 100-Meter-Lauf, verkündete, dass er seine beachtlichen Leistungen unter anderem der Einnahme von Kreatinmonohydrat zu verdanken habe.

Allerdings hat sich Kreatin nicht bei allen Sportarten bewährt, denn es führt im Allgemeinen auch zu einer Gewichtszunahme, die beispielsweise beim Laufen oder Schwimmen eine Leistungsminderung bewirken kann. Kreatin empfiehlt sich aber für Kraftsportarten, Leichtathletik, Fußball, Tennis und andere Ballsportarten.

Die muskelaufbauende Wirkung interessierte ab Mitte der 90er Jahre auch die Wissenschaftler. 1995 wurde eine erste Studie vorgelegt, die bestätigte, dass Kreatin auch den Herzmuskel unterstützt und sich so hervorragend für eine Therapie bei Herz-Kreislauferkrankungen eignet. Eine weitere Studie im gleichen Jahr bestätigte die Wirksamkeit des Kreatins bei Muskelerkrankungen wie Muskelschwund und Dystrophien. 1996 belegte eine Doppelblind-Studie die Blutfett senkenden Eigenschaften von Kreatin. Zur gleichen Zeit arbeitete ein Team von Wissenschaftler an dem Nachweis, Glykogenosen mit Kreatin positiv beeinflussen zu können. Dabei handelt es sich um schwere Enzymdefekte, die genetisch bedingt sind und deren Symptome mit Kreatin gemindert werden konnten.

Auch bei Kindern, die an Enzephalomyopathien litten, wurde Kreatin hilfreich eingesetzt. 1997 bestätigte eine ergänzende Studie, dass das Amin bei allen Erkrankungen, die die Mitochondrien betreffen, Linderung verschafft.

Kreatin sollte nicht zusammen mit Kaffee eingenommen werden, da Koffein die Wirkung des Amins neutralisiert.

Silber

Jeder von uns kennt Silber, das weiße Metall, aus dem Schmuck und Münzen gefertigt werden. Doch neben seiner Schönheit werden Silber auch legendäre Eigenschaften zugesprochen, nämlich Bakterien, Viren und Pilze abzutöten. Im alten Griechenland und in Rom haben reiche Händler ihre verderblichen Flüssigkeiten in Silbercontainern aufbewahrt, denn das Metall verhinderte, dass Mikroorganismen die Ware befallen und sie verderben. Bevor es Kühlschränke gab, war es üblich, eine Silbermünze in einen Milchkrug zu legen, damit die Milch nicht so schnell sauer wurde.

Dass Silber auch gegen Bakterien wirkt wurde zum ersten Mal Ende des 19. Jahrhunderts dokumentiert. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurden unzählige wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die auf die erstaunliche Wirkung von Silberprodukten auf alle Arten von Bakterien hinwiesen. Bis 1938 wurden auf der ganzen Welt in allen medizinischen Praxen Silbermaterialen benutzt und gegen Viren, Bakterien und sonstige schädliche Mikroorganismen eingesetzt. Als in den Jahrzehnten danach aber Penicillin und andere Antibiotika immer leichter erhältlich wurden, gerieten Silberprodukte schnell in Vergessenheit. Sie waren im Vergleich erheblich teurer und wirkten nicht ganz so schnell wie Antibiotika. Zudem waren Silberprodukte in der Vergangenheit schwierig zu handhaben, da sie oft unstabil hergestellt wurden.

Seit kurzem aber feiert Silber ein Comeback. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen hat der übermäßige Einsatz von Antibiotika zu weltweiten Resistenzen bei vielen Bakterienarten geführt. Zudem können heute Produkte, die Silber enthalten, weitaus günstiger hergestellt werden als früher. Sie sind außerdem sicherer, stabiler und leichter zu benutzen als früher. Stabilisierte, milde Produkte, die Silber und Proteine enthalten können nebenwirkungsfrei und effektiv zur Vorbeugung und zur Behandlung einer Vielzahl von internistischer und tropischer Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderen Infektionen der Gehörgänge, Pilzinfektionen wie Candida, die gewöhnliche Erkältung und andere virale Infektionen, Darminfektionen, Nebenhöhlenerkrankungen, Leukämie, HIV-Infektionen, Borreliose, Herpes, Zahnfleischentzündungen und Lebensmittelvergiftungen.

Ein gutes Silberprodukt muss Silberatome enthalten, denn Silberione sind höchst giftig. Um Bakterien oder andere Mikroben vernichten zu können, müssen die Silberpartikel in vergleichbarer Größe und ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Die Silberkonzentration sollte mindestens 50 Silberatome pro Million Trägeratome aufweisen.

Es ist aber nicht genau bekannt, wie Silber wirkt. Einer Annahme zu Folge bindet Silber die Mikroorganismen und veranlasst den Körper, sie zu eliminieren. Es ist aber auch möglich, dass Silber als Fremdkörper erkannt wird und so eine generelle Immunantwort provoziert, die auch die schädlichen Bakterien abtötet. Als dritte Möglichkeit wird erwogen, dass die schnellen Vor- und Zurück-Bewegungen, die für die kolloidalen Silberpartikel typisch sind, die pathologischen Organismen sprichwörtlich „pulverisieren“. Doch Silberatome töten selbst weder die Bakterien noch andere Organismen ab, denn nur die Ionen sind toxisch.

Dass Silberprodukte antimikrobiotische Wirkung zeigen und zudem in der Anwendung sicher sind, wurde in Studien bestätigt, bei denen riesige Mengen milder Silberproteine Menschen intravenös gespritzt wurden, die an chronischer Borreliose, AIDS oder Staphylokokken- oder Streptokokkeninfektionen litten.

Die empfohlene Menge Silberproteine beträgt im Schnitt 60 bis 80 Mikrogramm pro Tag.

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Geschrieben on 20. August 1999 von Ratgeber

aus Kapitel 3: „Wann sollte operiert werden?“

Es wird zu viel operiert

Es wird zu viel operiert, nicht nur in Deutschland, wahrscheinlich in allen hochentwickelten westlichen Ländern. Einige Gründe führt der Kenner der Materie, Julius Hackethal, 1980 in seinem Buch „Operation – ja oder nein?“ an. Hackethal nennt sie „13 böse Operationsgründe“:

1. Lust des Arztes am Operieren, der Spaß am „Schnippeln“

2. der Zwang, im Training zu bleiben

3. die Pflicht, Krankenhausbetten zu füllen

4. die Vorschrift einer Mindestzahl von Operationen

5. der Ehrgeiz, ein großer Chirurg zu werden

6. der Drang zum Experimentieren, zum Erfinden

7. die Unkenntnis des Chirurgen über Möglichkeiten und Risiken einer Operation

8. die fehlende Zeit, über die Zweckmäßigkeit einer Operation nachzudenken

9. die Möglichkeit, mit Operationen Geld zu verdienen

10. die Sicherung des Nachschubs durch kollegiale Artigkeit

11. Irrtum über die Notwendigkeit einer Operation

12. Überschätzung des eigenen Könnens

13. die Tötung, die „Erlösung“ durch eine Operation

Ich will nicht all diese Gründe kommentieren. Einige Gründe sind sicher sehr scharf formuliert. Fakt ist aber, dass Hackethals Thesen heute noch gelten und wohl auch morgen noch gültig sein werden.

Die Lust am Operieren

Sicher sollte jeder Chirurg „Lust“ an seiner Arbeit haben. Das ist gut so. Aber seine Arbeit ist nicht nur das Operieren selbst. Das Drumherum ist genauso wichtig, manchmal sogar noch wichtiger.

In meiner Zeit als Chirurg einer großen Klinik habe ich dieses Gefühl der Lust am Arbeiten immer verspürt. Nur nach schmerzlichen Rückschlägen kamen Gedanken auf, den Beruf doch lieber zu wechseln. Nie war es aber ein wirklich ernsthafter Gedanke. Doch je länger ich in diesem Fach tätig war, desto sorgfältiger überlegte ich mir jeden Eingriff, fragte mich immer öfter: „Ist dieser Eingriff bei diesem Patienten notwendig und sinnvoll? Hat der Patient von der Operation einen Nützen?“ Ich kann nur jedem Anfänger der Chirurgie raten, sich diese Fragen immer wieder zu stellen, jeden Tag mindestens einmal.

Jeder Chirurgie-Anfänger freut sich auf einen Patienten mit Schmerzen im rechten Unterbauch, es könnte ja eine Blinddarmentzündung sein. „Vielleicht assistiert mir der Oberarzt diese Operation?“ So beginnt jeder Chirurgie-Lehrling seine Laufbahn. Bei mir war es genauso. Aber meine Einstellung hat sich mit der Zeit geändert.

Es ist viel schwieriger, einen mutmaßlichen Blinddarm-Patienten nicht zu operieren, und man muss sehr erfahren sein, um ein solches Risiko einzugehen. „Schnell einen Blinddarm rauszumachen“, ist da viel einfacher, aber nicht immer unbedingt besser. Ich schätze, dass 20 bis 40 Prozent aller Wurmfortsätze in unseren Kliniken unnötig operiert werden. Nur wenige Chirurgen geben eine solch hohe Rate an „Unschuldswürmern“ zu, und wenn, dann nur unter höchster Geheimhaltung. Unter einem „Unschuldswurm“ versteht der Chirurg einen Blinddarm, der eigentlich nicht krank war, keine Entzündungszeichen zeigte. Ein Blinddarm, den man besser nicht operiert hätte.

Doch eine unkomplizierte Blinddarmoperation dauert etwa 30 Minuten, manchmal geht es noch schneller. Einen Patienten nicht zu operieren, dauert sehr viel länger. Um den eventuellen Operationszeitpunkt nicht zu verpassen, muss man den Patienten sorgfältig untersuchen – nicht nur einmal, sondern auch in der Nacht, möglichst alle zwei bis vier Stunden. Den drohenden Durchbruch darf man natürlich nicht verpassen, auch nachts nicht. Wer wenig Erfahrung hat und/oder eine ruhige Nacht haben will, operiert eben, „sicher ist sicher“.

Die Pflicht, Betten zu füllen

Diese Pflicht wurzelt in den finanziellen Zwängen der Krankenhausleitung. Ein Krankenhaus mit schlechter Bettenauslastung müsste Personal abbauen; später droht sogar die Schließung. Das will natürlich niemand. Also heißt es Betten füllen. Denn nach dem heute noch gültigen Vergütungssystem stellt jedes belegte Bett eine Einnahmequelle dar, ein leeres Bett bringt nichts. Der Diensthabende wird mit der Aufnahme also sehr großzügig sein. Schuld an dieser misslichen Lage ist letztendlich nicht die Klinik, schon gar nicht der Arzt, sondern es ist ein Fehler im System.

Eine zweite Methode, um Betten zu füllen: Es werden Operationen vorgeschlagen, die unnötig sind. Bestes Beispiel sind kleine Hämorrhoidenknoten (Schwellkörper am Darmausgang). Es gibt Methoden, diese Knoten ambulant zu entfernen, ohne Narkose. Ein Eingriff, der nicht länger dauert als eine Minute. Ich kenne jedoch ein Krankenhaus, da werden solche kleinen Knoten grundsätzlich operiert, in Vollnarkose! Der Patient muss mindestens sieben Tage das Bett hüten. Die Bettenauslastung in diesem Krankenhaus ist sicher hervorragend, aber mindestens 80 Prozent dieser „Hämorrhoiden-Patienten“ sind schlicht belogen worden.

1998 wird über eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums berichtet (Ch. Fischer und D. Hoeren in „Bild“ vom 16. Juni 1998), die zeigt, dass beispielsweise 60 Prozent aller Operationen wegen Zysten am Eierstock unnötig sind. Unnötige Operationen mit vielerlei Komplikationsmöglichkeiten, von Gefäßverletzungen über Darmläsionen bis hin zu Blutgerinnselbildungen mit fatalen Folgen.

Wenn eine 25jährige Patientin einen künstlichen Darmausgang bekommen muss, um ihr Leben nach einer solchen Operation an einer harmlosen Zyste zu retten, dürfte klar werden, dass unser Gesundheitswesen korrigiert werden muss.

Dennoch geht die Frage des Richters natürlich an den Operateur: War die Operation überhaupt indiziert, also notwendig? Die vielen Systemfehler entbinden uns nicht von unserer individuellen Verantwortung als Arzt.

Nicht nur Eierstockzysten werden unnötigerweise operiert. Auch die Gebärmutter wird bei vielen Patientinnen gnadenlos entfernt, aus den gleichen Gründen. In der Zeitschrift „Ärztliche Praxis“ Nummer 41 vom Mai 1996 erschien ein kleiner Artikel, der es bei genauer Betrachtung in sich hat. Titel: „Schlechte Chancen für deutsche Gebärmütter.“ Ein Zitat: „Jeder dritten Frau in Deutschland wird die Gebärmutter entfernt. Medizinisch notwendig sei dieser Eingriff nur in allerhöchstens 20 Prozent der Fälle…“ Diese Aussage macht eine Chefärztin aus Bad Salzuflen. Aus dem Artikel geht weiter hervor, dass Frauen aus der „normalen“ Bevölkerung doppelt so häufig an der Gebärmutter operiert werden wie Patientinnen aus Arztfamilien.

Ergo: Wenn nach der Zahl der Eingriffe abgerechnet wird, liegt die Häufigkeit der „notwendigen“ Operationen natürlich höher als in Ländern, die andere Abrechnungssysteme bevorzugen.

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Geschrieben on 20. August 1999 von Ratgeber

aus Kapitel 4: „Die Station: die neue Heimat“

Sondieren Sie das neue Terrain

Die Station ist für die kommenden Tage oder gar Wochen Ihre neue Heimat. Schauen Sie sich sorgsam um und orientieren Sie sich: Wo befinden sich beispielsweise das Schwesternzimmer, der Aufenthaltsraum, der Kiosk? Wo ist der Notausgang oder der nächstgelegene Feuerlöscher? Wer hat auf Ihrer Station das Sagen, und wo können Sie ihn erreichen?

Ein bisschen „Schöner Wohnen“

Wenn diese Fragen geklärt sind, können Sie damit beginnen, ein wenig Wohnlichkeit in die meist karge Krankenhausatmosphäre zu bringen. Denn ob Sie schnell wieder gesund werden, hängt nicht nur von der kommenden Therapie ab, sondern auch davon, ob Sie sich wohlfühlen.

Einzel- oder Mehrbettzimmer?

Manchmal knapp: Einzelzimmer

Einzelzimmer und Mehrbettzimmer haben jeweils Vor- und Nachteile. Im Einzelzimmer können Sie sich relativ ungestört erholen. Sie müssen sich nicht mit redseligen oder anderweitig penetranten Zimmergenossen herumärgern, haben nachts keine fremde Schnarch-Geräuschkulisse, können Ihr Fernsehprogramm selbst bestimmen und wenigstens einen Hauch von Privatsphäre wahren. Außerdem brauchen Sie keine Angst zu haben, sich bei Ihrem Bettnachbarn oder dessen Besuch mit irgendeiner Krankheit anzustecken.

Bunteres Liegen mit Bettnachbarn

Bei einem längeren Krankenhausaufenthalt kann es dagegen von Vorteil sein, in einem Zwei- oder Mehrbettzimmer zu liegen, denn für einen Patienten färbt sich der Klinikalltag sehr schnell grau. Ein sympathischer Bettnachbar, mit dem man sich unterhalten kann, ist dann sicher von Vorteil. Und falls Sie einmal das Bewusstsein verlieren oder bei einem Zwischenfall aus anderen Gründen das Personal nicht verständigen können, wird er für Sie Alarm schlagen.

Geschmacks- und Geldfrage

Wofür Sie sich entscheiden, liegt ganz bei Ihnen – und bei Ihrer Versicherung, denn wenn Sie kein Privatpatient sind oder eine Zusatzversicherung haben, haben Sie grundsätzlich keinen Anspruch auf ein Einzelzimmer. Und selbst als Privatpatient kann es Ihnen passieren, dass einfach kein Einzelzimmer vorhanden oder frei ist. Doch wenn Sie das Pflegepersonal freundlich bitten und ein wenig Überredungskunst zeigen, hilft man Ihnen sicher gerne, wenn es möglich ist.

Wohnen im Krankenzimmer

Nicht drin: Marmor und Teppichboden

Eines ist sicher: Eine Nacht im Krankenhaus kostet zwar in etwa so viel wie im Luxus-Hotel, aber für das Geld gibt es nicht in erster Linie Komfort. Das soll und kann auch gar nicht sein, denn aus verständlichen Gründen muss die Ausstattung in einer Klinik möglichst funktionell und leicht zu reinigen sein. Dennoch rechtfertigt dieses Argument nicht die arg spärliche und lieblose Zimmerausstattung, die man bisweilen vorfindet. Dabei ist eine angenehme Atmosphäre gerade im Krankenhaus wichtig: Wenn Sie sich wohlfühlen, erholen Sie sich auch besser.

Do-it-yourself im Krankenzimmer

Wenn Sie also Ihr Krankenzimmer als zu trist und eintönig empfinden, nehmen Sie die Sache ruhig selbst in die Hand:

• Hängen Sie eigene Bilder oder Poster an die Wand. Benutzen Sie dabei vorhandene Haken oder ablösbare Klebestreifen. Vorher sollten Sie allerdings das Personal um Erlaubnis bitten und Ihren Zimmerkameraden fragen, ob er einverstanden ist.

• Verschönern sie ihren Nachttisch mit persönlichen Sachen, z. B. Fotos von ihren Kindern, Ehepartner, Verwandten oder Freunden.

• Aus hygienischen Gründen sind Topfpflanzen in allen, Blumensträuße in manchen Bereichen des Krankenhauses tabu. Aber gegen künstliche Blumen hat garantiert niemand etwas einzuwenden.

• Bitten Sie darum, dass die Vorhänge oder Jalousien geöffnet werden, sobald es draußen hell ist. Ein wenig Sonnenlicht hebt nicht nur die Stimmung, sondern schafft auch eine angenehmere Atmosphäre als künstliche Beleuchtung.

• Wenn Sie keine Nachttischlampe an Ihrem Bett haben, fragen Sie, ob Sie eine bekommen können. Der Schein einer Glühlampe ist gemütlicher als die Leuchtstoffröhren an der Decke.

• Wenn Sie auf dem Krankenhauskopfkissen nicht schlafen können, bringen Sie ruhig ein eigenes Kissen mit. Aber bedenken Sie, dass es beim Wechseln der Bettwäsche durchaus auf Nimmerwiedersehen verschwinden kann.

Es kann vorkommen, dass das Krankenhauspersonal auf Ihre Vorsorgemaßnahmen leicht irritiert oder sogar verärgert reagiert. Lassen Sie sich davon aber nicht beirren: Ihre aktive Mitarbeit bewirkt, dass das Personal auf Sie aufmerksam wird und sich dementsprechend konzentriert, um Fehler zu vermeiden. Und genau das ist Ihr Ziel. Auch hier gilt: der Ton macht die Musik! Seien sie immer freundlich zu dem Personal und den Ärzten, denn dann können sie auch erwarten, dass man freundlich zu ihnen ist.

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Geschrieben on 20. August 1999 von Ratgeber

aus Kapitel 3: „Die Hitliste der Drückeberger“

Es gibt bestimmte Krankheiten, die Blaumacher besonders häufig heimsuchen. Die folgende Hitliste beschreibt die gängigsten Symptome und Syndrome der Drückeberger.

Dabei gibt es je nach Mentalität, Risikofreudigkeit und Geschlecht natürlich Unterschiede: Einige lassen sich die abenteuerlichsten Geschichten und ausgefallensten Erkrankungen einfallen, während andere lieber die eh‘ vorhandenen Feld-, Wald- und Wiesen-Zipperlein (Husten, Schnupfen, Menstruationsbeschwerden) ein wenig ausschmücken.

Die Klassiker

Die nichtssagende Hypotonie

Gern genommen und sicherlich auch oft wahrlich empfunden ist das Symptom „allgemeine Mattigkeit“, fachlich auch „Erschöpfungszustand“ genannt. Generell klagt der Patient über ein zunehmendes Schwächegefühl, Müdigkeit, Schweißausbrüche und fühlt sich zu keiner beruflichen und körperlichen Höchstleistung (oder überhaupt irgendeiner Leistung) mehr fähig. Das morgendliche Aufstehen wird von kurzen Schwarzseh-Attacken (körperlich, nicht seelisch) begleitet, er wird den ganzen Tag nicht so recht wach und kippt gelegentlich aus heiterem Himmel aus den Pantinen. Ganz Ausgebuffte empfinden zusätzlich noch starkes Herzklopfen, Schweißausbrüche und zittrige Hände. Typisch übrigens bei jungen, schlanken Frauen, die zudem noch Regelstörungen haben können. Da ist die Chance recht groß, dass der Arzt schnell einen rettenden Anker in Form des ersehnten Gelben Scheins wirft.

International ist der niedrige Blutdruck als deutsche Krankheit anerkannt: US-Amerikaner nennen die Symptomatik „german disease“ und erachten sie nicht als therapiewürdige Erkrankung.

Die Verdachtsdiagnose „niedriger Blutdruck“ überprüft der Arzt in der Regel durch einfaches Blutdruckmessen.

Wenn sich trotz aller Bemühungen weder im Sitzen, Stehen noch im Liegen ein niedriger Blutdruck (d.h. unter 110/80 mm Hg) einstellen will, hilft oft auch die richtige Ausrede weiter: Man sei halt im Moment auch ein wenig aufgeregt – sei es, dass man immer ein wenig Angst vor dem Arzt verspürt oder einfach Gewissensbisse hat, weil man ja eigentlich unbedingt zur Arbeit müsste. Denn es ist altbekannt, dass bei aufgeregten Patienten die Blutdruckmessungen in der Arztpraxis für die Katz sind, weil die Werte sofort in die Höhe schnellen. Aber auch Amor und artverwandte gute Geister können hier mit im Spiel sein: So schnellen Blutdruck und Puls in die Höhe, wenn der attraktive Arzt bei einer Patientin die Manschette anlegt oder die Arzthelferin mit dem tiefen Dekolleté sich zum Patienten herabbeugt und das Stethoskop in die Armbeuge drückt. Natürlich kann dieses Phänomen unter bestimmten Umständen auch gleichgeschlechtlich die Messwerte verfälschen.

Um seinen Blutdruck, gemeinsam mit der gesamten körperlichen Verfassung planmäßig in den Keller zu treiben, greifen Blaumacher gelegentlich zu dem eigentlich altbekannten Kunstgriff: Am Morgen wird halt nicht gefrühstückt, auf dass der Blutzucker sinke. Dies geht dann einher mit dem bekannten Breitbandschwächegefühl. Die Risiken und Nebenwirkungen sind indes auch bekannt: Bärenhunger und unspezifische schlechte Laune.

Problematisch kann es für den Blaumacher werden, wenn der Arzt darauf besteht, genauere Untersuchungen vorzunehmen, um die Ursache des Unwohlseins zu finden. Und dazu besitzt er ein umfangreiches Repertoire an Methoden.

Fast immer, wenn der Arzt nicht so recht weiter weiß, muss man sich zur kaum vermeidbaren Blutuntersuchung anstechen lassen. So auch bei niedrigen Blutdruck und wenn man sich ständig müde und schlappt fühlt: Schließlich könnte ja auch ein Eisenmangel oder eine Blutarmut dahinterstecken. Aber es hat wenig zu bedeuten, wenn die Ergebnisse gänzlich normal ausfallen: Schließlich gibt es auch zahlreiche Ursachen für niedrigen Blutdruck, die sich nicht in veränderten Blutwerten niederschlagen. Und auf jeden Fall tut eine ergänzende Blutuntersuchung dem Portemonnaie des Arztes gut.

Zeigt der schwächelnde Patient in der Praxis einen akut korrekten Blutdruck, wird er gern mit einem 24-Stunden Blutdruckgerät überwacht, das in jeder Lebenslage den Blutdruck protokolliert, dabei gern blaue Flecken hinterlässt und sich während der Nachtruhe verselbstständigen kann.

Für bestimmte Aktivitäten – beispielsweise Flirten am Strand oder Sonnenbaden im Schwimmbad – ist das Ding ganz furchtbar unpraktisch. Und wer das Gerät einfach den halben Tag zu Hause lässt, fällt bei der Auswertung der Daten äußerst dumm auf.

Findige Blaumacher haben daher schon versucht, die Geräte stundenweise an gebrechliche Freunde oder Verwandte weiterzureichen. Zwar braucht’s da schon einige Fingerfertigkeit, aber einer echten Heimwerkerseele ist das durchaus zuzutrauen.

Allerdings ist auch das nicht ohne Risiko: Wer das Gerät seiner Oma umschnallt, die zufällig unter extrem hohem Blutdruck leidet, läuft schnell Gefahr, dass der Arzt ein wenig zu aufmerksam wird und entweder das Spiel durchschaut (sprich: den Gelben Schein verweigert) oder flugs weitere Diagnostik wegen der beunruhigenden Werte anordnet. Womöglich droht sogar die Einweisung in die Klinik zur Abklärung der Ursachen – und im Krankenhaus macht Faulenzen bekanntermaßen gar keinen Spaß.

Gern schauen sich Ärzte auch den Herzschlag im Detail an – nicht zuletzt, weil das EKG und Belastungs-EKG (Elektrokardiogramm) auch einen Batzen Honorar bringen und dabei helfen, die teuren Geräte auszulasten. Bis die Auswertung da ist – auch wenn die Ergebnisse unter Umständen normal ausfallen – können schon ein paar Tage ins Land gehen, in denen ein argloser Arzt seinem geplagten Patienten sicherheitshalber Ruhe und Schonung verordnet.

Wenn die Herz-Kreislauferkrankungen ausgeschlossen sind, kommen Mediziner häufig auch noch auf mögliche seelische Ursachen zu sprechen – das kommt Blaumachern natürlich sehr entgegen, weswegen sie in der Regel bereitwillig auf den Diskurs eingehen, versprechen sie sich doch freie Tage aufgrund der impliziten Therapieform des ärztlichen Mitgefühls (Therapia compassionata).

Im Allgemeinen sind die Therapieempfehlungen des Arztes gegen den niedrigen Blutdruck ohne erkennbaren krankhaften Hintergrund harmlos – von gesunder Ernährung, Sport, morgendlichem (eis!)kalten Duschen, Kaffeetrinken, der Empfehlung, sich ein(!) Glas Sekt zu gönnen bis zu Kreislauftropfen, falls er tatsächlich einen niedrigen Blutdruck vorgefunden hat (der aber meist nicht krankhaft ist).

Schwindel

Auch Schwindel ist ein bei Blaumachern beliebtes Symptom, das nur schwierig nachzuweisen ist. Ähnlich wie der Schwächeanfall bei niedrigem Blutdruck kommt und geht er plötzlich, ist bisweilen lageabhängig, lässt sich durch bestimmte Bewegungen auslösen, wird begleitet von Übelkeit, Flimmern vor den Augen und ist natürlich furchtbar unangenehm und vor allem bei der Lebensführung hinderlich.

Die möglichen medizinischen Ursachen von Schwindel sind überaus vielfältig – von psychischen Auslösern, Störungen im Gleichgewichtsorgan, Verspannungen in der Halswirbelsäule, Herzrhythmusstörungen bis hin zu Blutdruckschwankungen. Ebenso breit ist demzufolge die Palette der Untersuchungen, die ein Arzt veranlassen kann: einfaches Blutdruckmessen, EKG, Belastungs-EKG, Röntgen der Halswirbelsäule (HWS) und aufwändige Tests des Gleichgewichtsorganes im Ohr, meist durch einen HNO-Arzt.

Je nach Schwere der geschilderten Symptome erlangt der arme Patient auch ein paar Tage bis Wochen Arbeitspause – in der er allerdings einige Tabletten schlucken und den Anordnungen des Arztes folgen sollte, auf dass alles gut werde.

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Inhaltsverzeichnis „Chaos Krankenhaus“

Geschrieben on 16. September 1990 von Ratgeber

Einleitung

1. Ins Krankenhaus – muss das denn wirklich sein?

Checkliste: Fragen an den einweisenden Arzt
Alternative: die ambulante Behandlung
Checkliste: Ambulante Behandlung

2. Wie finde ich das richtige Krankenhaus?

Das richtige Krankenhaus im Notfall
Das richtige Krankenhaus bei einer geplanten Behandlung
Der Klinik-Such-Service
Die Qual der Wahl
Worauf Sie achten sollten
Das „gute“ Krankenhaus – Mythos oder Wirklichkeit?
Checkliste
Klinik ist nicht gleich Klinik
Das Zauberwort „Qualitätsmanagement“

Checkliste: Sind Sie bereit für die Klinik?

Was Sie mitnehmen sollten
Was Sie nicht mitnehmen sollten
Was Sie erledigen sollten, bevor Sie ins Krankenhaus gehen
Der Ärger mit den Formularen

3. Die Aufnahme

Die Notaufnahme
Tipps für eine schnelle Abwicklung
Notfallausweis
Die geplante Aufnahme
Das Aufnahmegespräch
Die Aufnahmeuntersuchung

4. Die Station: die neue Heimat

Einzel- oder Mehrbettzimmer?
Wohnen im Krankenzimmer
Die Sache mit den Wertsachen
Sieben Dinge, die Sie tun sollten, sobald Sie auf Ihrem Zimmer sind

5. Der Alltag kehrt ein

Die Visite
Prost Mahlzeit – das Essen im Krankenhaus
Besuch

6. Medikamente

Die Übersicht behalten
Zu Risiken und Nebenwirkungen…

7. Untersuchungen

Labortests
Röntgenaufnahmen
Schutzmaßnahmen beim Röntgen
Checkliste: Fragen vor der Untersuchung

8. Operationen

Ihr Chirurg
Checkliste: Gespräch mit dem Chirurgen
Der Aufklärungsbogen
Sicher ist sicher
Ihr Anästhesist
Checkliste: Gespräch mit dem Anästhesisten
Informationen für den Anästhesisten
Was tun, wenn die Operation verschoben wird?

Checkliste: Was wurde alles mit mir gemacht?

Medikamente: Verschreibungsliste
Medikamente: Einnahmeliste
Untersuchungen
Behandlungen

9. Krank werden durchs Krankenhaus

Wasser ist zum Waschen da
Vorsicht bei offenen Wunden!

10. Who is who im Krankenhaus

Die Ärzte
Die Jung-Ärzte
Das Pflegepersonal
Vom Umgang mit Ärzten und Schwestern
Checkliste: Personal

11. Die Arbeitszeit

Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit
Krankenstand in der Klinik

12. Die Klinik und das liebe Geld

Fallpauschalen und andere Zukunftsmusik

13. Wie man sich richtig beschwert

Service
Medizinische Versorgung und Behandlung

14. Auch Patienten haben Rechte

Das Recht auf einwandfreie ärztliche Behandlung
Das Recht auf Aufklärung
Das Recht, die Zustimmung zu Untersuchungen und Behandlungen zu verweigern
Das Recht auf Einsicht in die Patientenakte
Datenschutz

15. Für den Fall des Falles – das Patiententestament

16. Entlassung und Nachsorge

Auf eigene Gefahr
Hilfe danach: die passenden Adressen

17. Die Abrechnung

Checkliste: Telefongespräche

Anhang

Das Patientendaten-Formular
Briefe an das Krankenhaus
Bewertungsformular
Glossar
Das böse Ärztelatein
Adressen

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Inhaltsverzeichnis „Urlaub auf Krankenschein“

Geschrieben on 9. September 1990 von Ratgeber

Vorwort

1. Alles über die Arbeitsunfähigkeit

Die große Analyse
Armut macht krank
Die bösen Vorurteile
Krankenstand als Konjunkturbarometer
Föderale Feinheiten
Demographische Feinheiten
Mann und Frau: Was sie krank macht
Der Mythos vom „blauen Montag“

2. Tatort Arztpraxis

Terminvereinbarung
Erste Schritte

Der Arzt als solcher

Der Standardmediziner
Der überarbeitete Arzt
Der übergründliche Arzt
Der wirtschaftlich denkende Arzt
Der übervorsichtige und unsichere Arzt
Der ignorante Arzt
Der einfühlsame Arzt

Der Patient als solcher

Der Normalpatient
Der sensible Hypochonder
Der ungepflegte Patient
Der Unmündige
Der Mündige und Besserwisser
Der Rentner
Der Anspruchsvolle
Der Depressive
Der Workaholic
Der Neurotiker
Der Labile
Der Abhängige
Der Drückeberger
Der Simulant
Das Münchhausen-Syndrom
Der angenehme Kranke

Vom Tun und vom Lassen gegenüber Ärzten

Vom Sinn der Termine
Schlafende Ärzte
Ärzte in Zivil
Privat geht vor

3. Die Hitliste der Drückeberger

Die Klassiker

Die nichtssagende Hypotonie
Schwindel
Migräne
Evergreens: Alte Gebrechen immer wieder neu
Ausbau-Asthma für Könner
Wenn das Herze schwer wird

Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach

Der gemeine Hexenschuss
Der undurchsichtige Brustschmerz
Das Drama mit dem Schleudertrauma
Dachschaden: die Gehirnerschütterung
Frauenleiden: die Sehnenscheidenentzündung
Tennisarm und andere Luxusleiden
Verstauchung und Co.
Rippenprellungen und Rippenbrüche
Der knochenlose Leistenbruch
Harte Sachen

Die Innereien

Der profane Durchfall
Auf den Magen geschlagen

Mysterium Unterleib

Der klassische Blinddarm
Teure Steinchen in der Gallenblase
Pinkel-Pein
Der verschleppte Harnwegsinfekt
Spielchen mit der Urinprobe
Keine Edelsteine: Harnsteine

Die Waffen der Frau

Die Sache mit den Tagen
Eierstockentzündung
Prüfung Wechseljahre

Die gemeine Basisgrippe

Grippaler Infekt
Schnupfen: Nase läuft, Arbeit steht
Gekonnt Husten
Mandeln und Ex-Mandeln

Die finstere Welt von Kopf und Psyche

Das Überlastungs-Syndrom
Burn-out-Syndrom
Die Depression
Angststörungen
Phobien
Don’t panic!
Allgemeine Ängstlichkeit

Die männliche Midlife-Krise
Das letzte Mittel: Rent-a-Sick

4. Bund und Co.

Ausmusterung
Die Leiden des jungen W(ehrdienstverweigerers)
Drückeberger beim Bund
Zivis Schwernisse

5. Die Tricks mit den Krankenversicherungen

Vom Schummel mit dem Schein
Schummel mit der Chipkarte?
Sparmodelle aus der Versicherungswirtschaft

6. Die Blaumacher-Rente

Arm ab statt arm dran: Alles für die Gliedertaxe

Wenn Ärzte Hand an sich legen

Pannen beim blutigen Betrug
Der scharfe Blick der Gerichtsmedizin
Die geheime Checkliste der Versicherungen

7. Jagdszenen am Krankenlager

Wie der Vertrauensarzt zu seinem Namen kam
Was darf der „Vertrauensarzt“?
Die Hilfssheriffs der Krankenversicherungen
Arbeitgebers Bluthunde
Die Gegenwehr der Blaumacher

8. Notizen aus dem Justiziariat

Seitenblick: Doktor in den Knast

9. Ehrlich krank – wie schütze ich mich vor falschem Verdacht?

Das Recht auf den Arztbesuch
Tägliche Arbeiten – was geht, was nicht?
Körperliche Arbeit?
Drinnen oder draußen?
Krank an den Strand – geht das?
Absolut verboten: Schwarzarbeit
Wann ist man „zu oft krank“?
Kündigungsgrund: Sträfliche Dummheit

Glossar: die Fachbegriffe

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Inhaltsverzeichnis „Pfusch nach Vorschrift“

Geschrieben on 28. August 1990 von Ratgeber

Vorwort
1. Einleitung

Warum dieses Buch?
Dieses Buch
Kurze Kritik an den Krankenkassen

2. Krank oder normal?

Was heißt eigentlich „Krank sein“?
Tödliche Vorsorge
Der Unsterblichkeit nahe

3. Wann sollte operiert werden?

Es wird zu viel operiert
Die Lust am Operieren
Die Pflicht, Betten zu füllen
Überschätzung des eigenen Könnens
Drei Fragen an den Leser
Die Geldmaschine läuft

4. Unnötige Operationen

1. Fall – Mastdarmkrebs, nicht operabel
2. Fall – Schlacht im Oberbauch
3. Fall – 40 Liter Blut, vergebens
4. Fall – Unsere Sinne hätten gereicht
5. Fall – Hämorrhoiden, im Dutzend billiger
6. Fall – Darmverschluss, Korrektur einer Fehldiagnose
7. Fall – Luft im Bauch
8. Fall – Leberpunktion
9. Fall – Nur ein Gallenstein
10. Fall – Antibiotika für alle

5. Die häufigsten Operationen

Blinddarm
Noch ein Blinddarm
Chirurgie durchs Knopfloch – Gallenblase
Auch der Blinddarm kommt durchs Knopfloch
Doch kein Blinddarm
Andere Organe
Leistenbruch
Dickdarm
Zusammenfassende Bewertung der laparoskopischen Chirurgie
Einige Thesen
„MIC 2000“

6. Gegen meinen Willen

Tödliche Knopfloch-Chirurgie
Darmverletzung
Brust ab, beidseits

7. Vorsicht Gutachten

Zu spät operiert
USA: Eine Galle für zwei Millionen
Querschnittslähmung durch Faulheit

8. Ärger mit der Kasse

Kassenleistungen
Abrechnungsschwindel und Medizin-Mafia

9. Als Chef zu jung?

Tatort Freiburg

10. Gefäßoperationen

Künstliche Gefäße

11. Schönheitsoperationen

Silikon – ein Füllstoff macht Träume wahr
Schönheit um jeden Preis?

12. Anmerkungen zum Problem „Krebs“

Grundlegendes
„Vorsorge“ – das teure Ritual
Sechs Postulate
Brustkrebs
Brusterhaltung um jeden Preis
Fehldiagnose Brustkrebs
Darmkrebs
Chemotherapie
Wirkungslose Krebsvorsorge

13. Die Studie ist genehmigt

Forschungsbetrug und Fälschung
Die Geburt einer Lüge
Die Fisher-Studie
Eine neue Brust
Die Wunderdroge
Nachtrag zum Cholesterin
Teuer und gefährlich, aber sinnlos
Ein Bakterium fordert Anerkennung

14. Gesundheit ist bezahlbar

Steigende Ausgaben – geringer Effekt

15. Was tun im Schadensfall?

Enttäuschte Patienten

16. Aussicht

Woran das Gesundheitswesen krankt

Nachwort
Literatur

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Inhaltsverzeichnis „Nährstoffe“

Geschrieben on 27. August 1990 von Ratgeber

Teil I

Vorwort

Rheumatherapie mit natürlichen Mitteln

Alkylglycerol
Alpha-Liponsäure
Aminosäuren
Antioxidanzien
Artemisinin
Beta-Glucan
Berberine
Boswellia Serrata: Weihrauch
Bromelain
Chrysin
CLA: Konjugierte Linolsäure
Co-Enzym Q 10
Convolvulus Arvensis
Curcumin
DHEA

Enzyme
Vorbeugen und Heilen mit der Kraft der Enzyme
Enzyme bei der Krebsbehandlung

Genistein und Daidzein
Glucosamin und Chondroitin
Grüner Tee
Indol-3-Carbinol
Krallendorn
Kreatin
Lactobazilli (Darmbakterien)
Lactoferrin
Lycopin
Melatonin
MSM (Methyl Sulfonyl Methan)
Noni
Olivenblattextrakt
Omega-3-Fettsäuren
Pilzextrakte
Quercetin
S – Adenosyl Methionin (SAMe)
Selen
Silber
Squalene
Tocotrienol
Vitamin C
Vitamin E
Zink
Zitruspektine

Teil II

Studien zu Alkylglycerol
Studien zu Alpha-Liponsäure
Studien und Berichte zu Aminosäuren
Studien und Berichte zu Antioxidanzien
Studien zu Artemisinin
Studien zu Beta-Glucan
Studien zu Berberine
Studien zu Boswellia
Studien und Berichte zu Bromelain
Studien und Berichte zu Chrysin
Studien und Berichte zu CLA
Studien und Berichte zu Co-Enzym Q 10
Veröffentlichungen zu Convolvulus Arvensis
Studien und Berichte zu Curcumin
Studien und Berichte zu DHEA
Studien zu Enzymen
Studien zu Genistein und Daidzein
Studien und Berichte zu Glucosamin und Chondroitin
Studien und Berichte zu Grünem Tee
Studien und Berichte zu Indol-3-Carbinol
Studien und Berichte zu Krallendorn
Studien zu Kreatin
Studien zu Lactobazilli
Studien zu Lactoferrin
Studien und Berichte zu Lycopin
Studien zu Melatonin
Studien zu MSM
Studien zu Noni
Studien zu Olivenblattextrakt
Studien und Berichte zu Omega-3-Fettsäuren
Studien zu Pilzextrakten
Studien und Berichte zu Quercetin
Studien zu SAMe
Studien und Berichte zu Selen
Studien zu Silber
Studien zu Squalene
Studien zu Tocotrienolen
Studien und Berichte zu Vitamin C
Studien und Berichte zu Vitamin E
Berichte und Studien zu Zink
Studien zu Zitruspektinen

Indikationsliste

Bezugsquelle

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Inhaltsverzeichnis „Recht in der Praxis“

Geschrieben on 26. August 1990 von Ratgeber

Kapitel 1: Konflikte mit Patienten

1.1  Der Behandlungsvertrag
1.2  Die Pflichten der Ärzte

1.2.1  Ärztliche Schweigepflicht
1.2.2 Dokumentationspflicht und Aufbewahrungsfristen
1.2.3 Aufklärungspflicht
1.2.4 Behandlungspflicht
1.2.5 Meldepflicht

1.3 Das Honorar

1.3.1 Das Honorar und die Steigerungsfaktoren
1.3.2 Abweichende Honorarvereinbarungen
1.3.3 Nicht-zahlende Privatpatienten
1.3.4 Das Ausfallhonorar

1.4 Arzthaftung

1.4.1 Arzthaftung bei Behandlungsfehlern
1.4.2 Arzthaftung bei Aufklärungsfehlern
1.4.3 Schadensersatz und Schmerzensgeld
1.4.4 Haftung für Angestellte
1.4.5 Taktik bei Ermittlungsverfahren
1.4.6 Außergerichtliche Schlichtungsstellen
1.4.7 Haftungsprävention
1.4.8 Die Berufshaftpflichtversicherung
1.4.9 Verhalten bei Konfliktfällen mit Patienten/Angehörigen

Kapitel 2: Konflikte mit Mitarbeitern

2.1 Stellenausschreibung und Bewerbungsgespräch

2.1.1 Die Bewerbungsunterlagen
2.1.2 Das Vorstellungsgespräch

2.2 Der Arbeitsvertrag

2.2.1 Was sollte ein Arbeitsvertrag regeln?
2.2.2 Die Arbeitszeit
2.2.3 Der Urlaub
2.2.4 Gleichstellung

2.3 Krankheitsausfälle

2.3.1 Lohnansprüche im Krankheitsfall
2.3.2 Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit
2.3.3 Eingliederung nach längerer Krankheit

2.4 Arbeitsunfälle
2.5 Besondere Beschäftigungsverhältnisse

2.5.1 Aushilfen
2.5.2 Auszubildende
2.5.3 Praktikanten
2.5.4 Schwerbehinderte

2.6 Schwangerschaft
2.7 Betriebsrat
2.8 Kündigung

2.8.1 Kündigung durch Mitarbeiter
2.8.2 Kündigung durch Arbeitgeber
2.8.3 Die Zustellung der Kündigung
2.8.4 Beendigung des Arbeitsverhältnisses
2.8.5 Die Auswirkungen

2.9 Zeugnisse
2.10 Verhalten bei Konflikten mit Mitarbeitern

Kapitel 3: Konflikte mit Lieferanten und Dienstleistern

3.1 Verträge mit Lieferanten und Dienstleistern

3.1.1 Vertragsarten: Kaufvertrag und Werkvertrag
3.1.2 Leasing
3.1.3 Die Gewährleistung: Dafür haftet der Lieferant
3.1.4 Ansprüche bei Mängeln
3.1.5 Ansprüche bei verzögerter Leistung
3.1.6 Mahnbescheide

3.2 Konflikte mit dem eigenen Anwalt
3.3 Sicherheit der EDV

3.3.1 Datenübertragung zur Abrechnung
3.3.2 Datenschutz
3.3.3 Betriebssicherheit

3.4 Umgang mit IT-Lieferanten und -Dienstleistern

3.4.1 Auftakt der Zusammenarbeit
3.4.2 Krisen-Prophylaxe
3.4.3 Verhalten in der IT-Krise

Kapitel 4: Konfliktfeld Behörden und Kollegen

4.1 Werbung

4.1.1 Werbung für Behandlungsverfahren
4.1.2 Werbung mit Anzeigen
4.1.3 Die Internetseite
4.1.4 Fotos in Berufskleidung
4.1.5 Arzt-Bewertungsportale
4.1.6 Direktmarketing

4.2 Strafrecht

4.2.1 Schweigepflicht und Datenschutz aus strafrechtlicher Sicht
4.2.2 Schwangerschaftsabbruch
4.2.3 Sterbehilfe
4.2.4 Kindesmisshandlung
4.2.5 Unterlassene Hilfeleistung
4.2.6 Verhalten bei Untersuchungen von Polizei/Ermittlungsbehörden

4.3 Anfragen von Kammern und KVen
4.4 Delegation ärztlicher Leistungen
4.5 Konflikte mit Kollegen
4.6 Verkehrsverstöße in ärztlichen Notfällen

Anhang

Abkürzungsverzeichnis
Autoren

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