Leseprobe
aus Kapitel 3: “Die Haut und die Umwelt”
Sonnenflecken auf der Haut
Riskant: Parfüm und Sonnenlicht
Die Kombination von Sonne und Kosmetika birgt Gefahren für die Schönheit: Zutaten von Parfüm und Kosmetika können die Haut extrem lichtempfindlich machen. Zum Beispiel Bergamott-Öl, Moschus, Lavendel-, Sandelholz- oder Zedernöl sind immer noch in einigen Parfüms enthalten. Zusammen mit dem UV-Licht der Sonne, aber auch von Sonnenbänken, können sie eine Überempfindlichkeit der Haut auslösen, die der Schönheit gar nicht gut tut: Es bleiben dauerhaft häßliche braune Flecken.
Wasser und Seife auf meiner Haut
Sauberkeit durchaus erwünscht
Sauberkeit muß natürlich sein, wer möchte schon, daß die Mitmenschen in der Nähe die Nase rümpfen. Doch die Haut schätzt zuviel Wasser und Seife gar nicht. Denn Seife löst Fett; und so fallen ihr nicht nur der Schmutz zum Opfer, sondern auch der hauteigene Talg und der natürliche Säureschutzmantel. Zwar produziert die Haut routinemäßig neuen Talg, und auch der Säureschutzmantel regeneriert sich. Doch wer sich häufig wäscht oder gar mit den Händen immer wieder ungeschützt im Spülwasser hantiert, überfordert Rückfettungs- und Reparaturfähigkeit der Haut. Sie trocknet aus, wird spröde und rissig.
Schonend waschen mit Syndets
Waschen muß sein, schadet aber der Haut – eine ausweglose Situation? Zwar schonen künstlich hergestellte Seifen, kurz “Syndets” (synthetische Detergenzien), den Säureschutzmantel der Haut, weil sie ebenfalls chemisch leicht sauer reagieren. Doch leider entfetten Syndets die Haut stärker noch als Seife. Für trockene, empfindliche Haut eignet sich deshalb am ehesten eine milde Seife (Babyseife).
Belastung 1: Trockene Luft
Trockene Luft streßt empfindliche Haut
Ob durch Zentralheizungen oder Klimaanlagen verursacht: Niedriger Luftfeuchtigkeit kann man, speziell im Winter, kaum aus dem Wege gehen. Auch mit Hilfe von Luftbefeuchtern läßt sich diese Plage kaum wirksam in den Griff bekommen.
Viele Menschen reagieren empfindlich auf trockene Luft, denn ihre Haut hält Feuchtigkeit nicht ausreichend fest, sondern läßt zu viel Wasser verdunsten. Die Folge: Sie wird trocken, rauh und runzelig. Hier hilft nur gekonnte Hautpflege sowie ab und zu ein Spaziergang an der frischen, ungeheizten Luft.
Belastung 2: Eis und Heiß
Wärme? Kein Problem!
Mit Wärme kann die Haut recht gut umgehen. Erst wenn es ihr entschieden zu warm wird, macht sie darauf aufmerksam: Ab 45 Grad Celsius sendet sie das Signal „zu heiß“ in Form von Schmerzempfinden an das Gehirn. Erst wenn es noch wärmer wird, halten die ersten Zellen nicht mehr stand und es entsteht eine Verbrennung.
Vorsicht: Kälte
Schneller führt dagegen Kälte zu Schönheitsfehlern der Haut: Wird es kühl, drosselt die Haut die eigene Durchblutung, um dem Körper Energie sparen zu helfen. Mehr noch: Kühlt die Hautoberfläche aus, werden die zarten Blutgefäße gelähmt. Wirkt schließlich die Kälte länger ein, erschlaffen sie dauerhaft und sind als rote Äderchen deutlich zu sehen. Beim Wintersport zum Beispiel passiert dies leicht – ausgerechnet dort, wo es am meisten auffällt: im Gesicht.
Belastung 3: Gifte
Immer auf die Haut: Umweltbelastungen
Die Haut dient als Schnittstelle und Barriere zwischen Körper und Umwelt. Zahlreiche Umweltbelastungen schlagen sich deshalb auf der Haut nieder. Lediglich einen kleinen Teil dieser Belastungen kann jeder Mensch selbst kontrollieren. Sorgsamer Umgang mit Chemikalien im Haushalt gehört zweifellos dazu; schließlich ist es doch so einfach, im Zweifel Gummihandschuhe zu tragen.
Aggressiv zur Haut sind insbesondere hornauflösende Enthaarungsmittel sowie Chemikalien zum Lockendrehen. Reizungen zeigen sich oft schon beim ersten Kontakt: Es brennt auf der Haut. Dieses Brennen vergeht meist nach einigen Minuten und hinterläßt ein Spannungsgefühl oder Juckreiz. Empfindliche Haut zeigt ihr Mißfallen durch Rötung und Schwellung.
Auch wenn die Haut einige Belastung klaglos wegsteckt, bleibt die Last nicht ohne Folgen. Die Haut erträgt vieles, bis sie irgendwann nicht mehr kann.
Umweltschmutz selbstgemacht
Umweltverschmutzung findet nicht nur global statt, also irgendwie doch in weiter Ferne. Nach wie vor sind viele Belastungen selbstverursacht: Rauchen führt dem Körper nicht nur einen bunten Potpourri an Giften zu, Nikotin hemmt außerdem die Hautdurchblutung und läßt die Haut grau erscheinen. Im Ergebnis zeigt Raucherhaut früher Runzeln und altert vorzeitig.
